Nr. 16: Lithium chloratum (D12)

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Zeit fliegt. Schon wieder ist fast eine Woche herum. Herzlichen Willkommen zum 16. Tag im Schüßler-Salze Adventskalender. Für alle, die heute vielleicht erst dazu stossen, hier die Einführung in die Ergänzungsmittel.  Heute geht es um das vierte Ergänzungsmittel: Lithium chloratum.


Lithium chloratum

Lithium chloratum wird im menschlichen Körper in der Nebenniere, Hirnanhangdrüse, in Zähnen und Knochen gespeichert. Als Spurenelement findet man Lithium häufig in Mineralwasser.

Das Schüßler-Salz Lithium chloratum vereint mehrere Mechanismen. Einerseits fördert es das Ausscheiden von Harnsäure und Harnstoff, andererseits sollen Gewebe und Zellen besser befeuchtet werden. Haben die auszuleitenden Harnbestandteile den Körper verlassen, soll Lithium chloratum positive Auswirkungen auf das Nerven- und Lymphsystem haben. Hat Harnsäure den Körper verlassen, werden auch beginnende Gicht und rheumatische Erkrankungen verbessert.

Neben der Anregung der Nierenfunktion kann Lithium chloratum auch die Immunabwehr stärken und positiv auf depressive Gemütszustände wirken. Des weiteren kommt dieses Schüßler-Salz bei Herzbeschwerden und Aderverkalkungen (Arteriosklerose) zum Einsatz. Lithiumchlorid soll auch am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt sein, indem es die Jodaufnahme reguliert.


Bei welchen Symptomen kann Lithium chloratum helfen?
  • nervöser Tick
  • Gicht, geschwollene Gelenke
  • Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung
  • Magenschleimhautentzündung
  • Depression, Melancholie, Angst
  • Immunschwäche, Abmagerung, Herpes-Infektion
  • Muskel- und Gelenkrheumatismus, Gelenkdeformationen
  • Arteriosklerose

Welche Persönlichkeit profitiert von Lithium chloratum?

Die Lithium chloratum Persönlichkeit ist besonders korrekt und ordnungsliebend. Sie hört nicht auf das, was ihr gut täte, sondern „funktioniert“, aber eigentlich gegen ihren Willen. Mit diesem Verhaltensmuster geht die Angst einher, sonst nicht anerkannt zu werden. Oft geht dieser Mensch bis über seine körperlichen Grenzen. Traurigkeit, Angst und Melancholie, bis hin zur Depression können wir bei einer Lithium chloratum Persönlichkeit sehen. Sie müsste loslassen, hält aber an ihrem selbstzerstörerischen Muster fest. Dies zeigt sich auch den geschwollenen und versteifenden Gelenken, die im Grunde nicht mehr das tun möchten, was sie tun. Lässt der Körper Flüssigkeiten nicht mehr los, verbleiben sie zu lange im Körper, sind Bakterien nicht weit. Harnwegsinfekte können dann durch aufsteigende Keime entstehen.

Als Hauptmittel für die Nieren lässt sich Lithium chloratum besonders gut ergänzend zum Nierenfunktionsmittel Natrium chloratum Nr. 8 und dem Säure ausscheidenden Mittel Natrium phosphoricum Nr. 9 einsetzen. Lässt der Körper überschüssige Harnsäure (Endprodukt des Purinstoffwechsels (z. B. in tierischen Lebensmitteln enthalten)) und andere Schlacken los, kann Erleichterung eintreten, sogar eine Aufhellung  der Stimmung.

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) ist der Niere das Thema „Angst“ zugeordnet und gehört zum Element „Wasser“. In der Niere entspringt, laut der TCM die Ursprungsenergie. Wird diese geschwächt, fehlt dem Menschen die Kraft seine Talente einzusetzen und diese auszubauen.


Ein Tipp zur Anwendung:

Folgendes „Rezept“ mit Lithium chloratum aus Margit Müller-Frahlings „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ ist einen Versuch wert bei beginnendem Herpes simplex:

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum (10 Stück)
  • Nr. 8 Natrium chloratum (12 Stück)
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum (20 Stück)
  • Nr. 16 Lithium chloratum (7 Stück)
  • Nr. 21 Zincum chloratum (12 Stück)
  • Nr 26 Selenium (7 Stück)

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Freitag.

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von Margit Müller-Frahlings Büchern „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ und „Aufbruch in ein neues Leben. Rajan Sankarans „Die Substanz der Homöopathie“ sowie Wikipedia