Nr. 17: Manganum sulfuricum (D6)

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Zeit fliegt. Schon wieder ist fast eine Woche herum. Herzlichen Willkommen zum 17. Tag im Schüßler-Salze Adventskalender. Heute geht es um das fünfte Ergänzungsmittel: Manganum sulfuricum


Manganum sulfuricum

Manganum sulfuricum fördert die Bildung des eisenhaltigen Blutfarbstoffs Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. (Den Mechanismus des beteiligten Eisens habe ich im Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum näher beleuchtet.) Sauerstoff bindet an Eisen. Fehlt dem Körper Eisen, kann nicht mehr genug Sauerstoff transportiert werden, wir fühlen uns matt und schlapp.  Manganum sulfuricum hilft dem Körper indirekt bei der Versorgung der Zelle mit Sauerstoff. Es hat auch einen Effekt auf die Blutgefäße. An ihren Innenwänden können sich gefährliche Plaques bilden, die sogenannte Arteriosklerose (von altgr. artería= Ader und sklerós = hart).

Bei der Arteriosklerose verliert die Ader durch die Ansammlung von verschiedenen Stoffen wie Blutfetten und Faserstoffen, aber auch Calcium ihre Flexibilität und Elastizität, die sie zum reibungslosen Transport den Blutes durch den Körper braucht. Die Aderwände werden immer dicker, verhärten und verdichten sich zunehmend. Im weiteren Verlauf verschließt sich die Ader irgendwann ganz mit dem Resultat, dass es zu einem Blutstau kommt und das Blut den Körper, besonders das Gehirn, nicht mehr erreicht. Je nachdem welches Gefäß betroffen ist, kann es zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen. Auch eine Aussackung der Gefäßwand mit der Bildung einer Blutansammlung, einem Aneurysma, kann entstehen.

Manganum sulfuricum unterstützt die Leber und ist am Fettstoffwechsel beteiligt.

Manganum sulfuricum hilft darüber hinaus beim Aufbau von Knorpelsubstanz und kann bei Osteoporose (eine Abnahme der Knochendichte) und rheumatoider Arthritis (Entzündung der Gelenke) unterstützen.

Dieser Mineralstoff ist überall da gespeichert, der Körper viel Energie zum Stoffwechsel benötigt und somit viel Sauerstoff. Wir finden Manganum sulfuricum in der Leber, in der Niere, der Bauchspeicheldrüse, im Knochenmark und in den Haaren.


Bei welchen Symptomen kann Manganum sulfuricum helfen?
  • Eisenmangel, Blutarmut
  • Energielosigkeit
  • Knorpelschädel, Osteoporose
  • Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Arteriosklerose
  • Nervenschwäche
  • Sehschwäche, Augenentzündungen

Welche Persönlichkeit profitiert von Manganum sulfuricum?

Mangan ist homöopathisch ein extrem tiefgreifendes Mittel. Diese Persönlichkeit ist so verbittert und voller Groll, hasst Menschen, die sie verletzt haben zutiefst, ist aber überhaupt nicht in der Lage,  ihre Gefühle zu zeigen. Das Einzige, was sie Kontakt zu sich selbst, ihrer tiefen Traurigkeit und anderen verborgenen Emotionen aufbauen lässt ist das Hören trauriger Musik. Nur traurige Musik holt das zu Tage, was sie ansonsten in sich verbirgt. Wir sehen hier den starken Bezug zur Leber, dem Ort nicht verarbeiteter Emotionen.

Mangan schadet sich mit seiner Härte, seiner Unverzeihlichkeit, seinem Hass und seinem Wunsch nach Rache natürlich in erster Linie selbst. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Körper dieses Verhalten im langsamen Zerstören von Substanz, von Knochen, Gelenken und Gefäßen spiegelt. Auch das Verhärten der Gefäße zeigt sich hier als Spiegel. In der Vorgeschichte sind diese Menschen meist in ihrer Kindheit zu Dingen gezwungen worden, die sie nicht wollten. Dieses Thema betrifft auf die eine oder andere Art beinahe jeden von uns. Wenn wir nicht lernen, alles, was wir in der Kindheit mit unseren Eltern erfahren haben als Erwachsener auf den Prüfstand zu stellen, deren eigene Geschichte und ihre eigenen Erfahrungen mit zu berücksichtigen, können wir keinen Frieden finden und stecken in der Vergangenheit fest. Erst das Auseinandersetzen mit der Geschichte der Eltern kann zum Verstehen des Verhaltens uns gegenüber führen. Verstehen ist die Voraussetzung für den allerwichtigsten Schritt: das Vergeben.

Erst wenn es mir gelingt, allen Beteiligten aus tiefstem Herzen zu vergeben, bin ich selbst tatsächlich frei. Erst dann kann ich mein jetziges Leben selbstbestimmt gestalten. Denn jede tiefe Emotion, die nicht Liebe ist, schadet nur einer einzigen Person: mir selbst!


Ein Tipp zur Anwendung:

Folgendes „Rezept“ mit Manganum sulfuricum aus Margit Müller-Frahlings „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ findet seine Anwendung bei Zahnschmerzen:

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum (20-30 Stück)
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum (7-12 Stück)
  • Nr. 7  Magnesium phosphoricum (12 Stück)
  • Nr. 8 Natrium chloratum (12 Stück)
  • Nr. 17 Manganum sulfuricum (7 Stück)

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen 17. Dezember.

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von Margit Müller-Frahlings Büchern „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ und „Aufbruch in ein neues Leben“. Rajan Sankarans „Die Substanz der Homöopathie“ sowie Wikipedia, netdoktor