Nr. 11: Silicea (D12)

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

Der 11. Dezember. Sonntag, der 3. Advent. Im Schein der 3 Kerzen verfasse ich jetzt diesen Artikel. Eine morgendliche Routine, die ich lieb gewinne. Übrigens, haben Sie sich mal die Frage gestellt, nach welchem System die Schüßler-Salze durchnummeriert sind? Ganz einfach: Bis zur Nr. 11 ist alles schlicht alphabetisch, danach wird es etwas chaotisch :).

Wenden wir uns jetzt dem 11. Hauptmineral der Schüßler-Salze zu: Silicea.

Silicea

Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element auf der Erde, nach Eisen und Zink das dritthäufigste Spurenelement im Körper. (Spurenelemente sind Mineralstoffe, die im Körper mit weniger als 50 mg pro kg Körpergewicht vorkommen; die Mineralstoffe, die mit mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht zu Buche schlagen, nennt man Mengenelemente.)

Silicea, auf Deutsch „Kieselsäure“ ist Ihnen vielleicht schon in der ein oder anderen Form als ein Mittel für die Haut, das Bindegewebe, die Haare, Finger- und Fußnägel begegnet. Silicea, das Mittel für die Schönheit. Sind wir ausreichend mit Silicea versorgt, verlangsamt dies die Faltenbildung.   Calcium fluoratum (Nr. 1) gibt uns die Elastizität, Silicea gibt Struktur. Es ist Teil jeder Körperzelle, ist wesentlich an der Neubildung von Knochen und Knorpel beteiligt. Auch die Leitfähigkeit unserer Nerven ist an Silicea geknüpft.

Die Unterstützung unseres Körpers braucht mit Silicea Zeit und Geduld, da dieses Mineral nur sehr langsam vom Körper aufgenommen wird. Wir erinnern uns: Die Mittel in der D12 sind nicht wasserlöslich. Wir können die innere Anwendung mit Tabletten mit der äußeren Anwendung durch Salbe, Lotion oder Gel kombinieren.

Silicea hilft uns, neben der Nr. 9 (Natrium phosphoricum)  Säuren im Körper abzubauen. Silicea löst angestaute Harnsäure auf. Sie lagert sich, wie bei der Gicht in kristalliner Form an den Gelenken ab. Um beim Auflösen der Säuren schmerzhafte Reaktionen an den Gelenken zu vermeiden, sollte die Einnahme von Silicea um  Natrium phosphoricum (Nr. 9) und Natrium chloratum (Nr. 8) ergänzt werden.


Bei welchen Symptomen kann Silicea helfen?
  • gespaltene Haarspitzen
  • brüchige Nägel
  • Schwangerschaftsstreifen
  • schlechtes Bindegewebe
  • gereizte Nerven, überempfindlich gegen Lärm
  • Schreckhaftigkeit
  • Muskelzuckungen, Liderzucken
  • Neigung zu blauen Flecken
  • Ischiasschmerzen, Rheuma, Gicht
  • geschlossene Eiterungen

Welche Persönlichkeit profitiert von Silicea?

Silicium ist die Hauptkomponente von Glas. Dies zeigt seine Eigenschaft, eine bestimmte Form einzuhalten und unveränderlich zu sein. Glas bricht, kann aber nicht gebogen werden. Es bleibt hart und bewahrt seine Form. Silicea-Menschen haben eine ganz bestimmte, feste Meinung von sich selbst. „Genau so“ und nicht anders möchten Silicea-Persönlichkeiten von ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Sie fürchten um den Verlust ihres festen Selbstbildnisses, z.B., wenn sie in der Öffentlichkeit auf der Bühne stehen oder eine Rede halten. Silicea ist in seiner Haltung eher unbeugsam, kann sogar stur und trotzig sein.

Auch das Gegenteil finden wir bei Silicea. Eine Dünnhäutigkeit, Nervosität, Verlegenheit und Ängstlichkeit. Ebenso Eigenschaften wie Nachgiebigkeit und Unentschlossenheit. Das stützende Gerüst fehlt. Die eigene Meinung. Silicea braucht die Harmonie. Sie will „Everybody´s Darling“ sein, es jedem recht machen, aus Angst vor einer Dissonanz oder Konfrontation. Sie tut alles dafür, dass eine Verbindung bestehen bleibt, aus Angst vor einem Bruch. (Hier sehen wir wieder den Vergleich mit Glas!)

Dabei vernachlässigt sich Silicea selbst und entwickelt die eigenen Potenziale überhaupt nicht. Dass irgendetwas nicht stimmt, wird ihr klar, sie kann aber aus Angst vor einer Konfrontation und einer Entscheidung nicht aus ihrer Haut. Je mehr diese Menschen gegen ihre Wahrheit leben, desto „saurer“ werden sie im Innern. Die Säuren führen zu einer Übersäuerung des Systems. Der Mensch wird zunehmend empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen, wie Lärm oder Unordnung. Die Nerven liegen blank. Silicea kann dann, in diesem völlig überforderten und überreizten Zustand, auch aggressiv werden.

Und die Lösung? Ich darf mir eingestehen, dass ich nicht jedem gefallen muss. Mir muss ja schließlich auch nicht jeder gefallen. „Everbody´s Darling is everybody´s Depp!“ Dieser, vielleicht etwas lachse Spruch macht deutlich, dass es nur möglich ist, jedem zu gefallen, wenn ich mich selbst dabei völlig vergesse. Ich bin im Grunde nur noch Scheinwerfer für jeden um mich herum. Meine eigene Strahlkraft entwickele ich so nicht.

Silicea kann als Mittel, besonders in der Homöopathie,  „glasklar“ machen, uns den Blick für das Wesentliche öffnen. Uns helfen, eine Situation von aller „Unwahrheit“ zu befreien und uns die Kraft geben, unsere Angst zu überwinden und Rückgrat zu entwickeln. Die Verantwortung für das eigene Leben, das eigene Potenzial und schließlich auch das eigene Glück zu übernehmen.  Silicea hilft uns, stark zu werden, unser eigenes Gerüst fest zu machen…und den Bruch zu wagen. Sich wie „Phönix aus der Asche“ neu zu definieren und den eigenen Weg zu gehen.


Ein Tipp zur Anwendung:

Margit Müller-Frahling empfiehlt das Herstellen eines Haarwassers aus 150 ml abgekochtem, abgekühltem Wasser. Ergänzen Sie dies mit jeweils 3-4 Tabletten der folgenden Salze und lassen Sie den Milchzucker sich absetzen. Die Salze lauten:

Bei fettigem Haar empfiehlt sie zusätzlich die Salze

Als besonderen Tipp empfiehlt sie bei vorzeitig stark ergrautem Haar die Ergänzung um die

  • Nr. 21 Zincum chloratum

Genießen Sie den 11. Dezember. Vielleicht erinnern Sie die gläsernen Weihnachtskugeln heute an Silicea. Herzlichst

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von Margit Müller-Frahlings Büchern „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ und „Aufbruch in ein neues Leben. Ebenso Rajan Sankarans „Die Seele der Heilmittel“