Nr. 2: Calcium Phosphoricum (D6)

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Lieber Leser, liebe Leserin,

herzlich willkommen zum 2. Tag des „Schüßler-Salze Adventskalenders“. Ich freue mich, dass Sie dabei sind. Heute geht es um das Schüßler-Salz Nr. 2:  Calcium phosphoricum. 

Calcium phosphoricum, auf Deutsch „Kalziumphosphat“, ist das Mineral für die Kräftigung und den Aufbau. Calcium benötigt der Körper, um Knochen und Zähne zu bilden, Phosphat ist Teil unserer DNA und bildet die Substanz jeder Zelle. In seiner Verbindung ist Calcium phosphoricum blutbildend und die Voraussetzung für den Zellaufbau. Der Mineralstoff ist quasi das Transportmittel, mit dem die Baustoffe, wie z.B. Calcium, an den richtigen Ort gelangen. Calcium phosphoricum sorgt aber auch dafür, dass vom Körper gebildete überschüssige Säuren gebunden werden.

Jetzt wird es „tricky“. Viele von uns nehmen Produkte aus Kuhmilch zu sich, um dem Körper den Baustoff Calcium zuzuführen. Das in Kuhmilch vorhandene Eiweiß „Kasein“ kann aber vom Körper während des Verdauungsvorgangs kaum aufgeschlossen werden. Im Gegenteil, der Körper bildet überschüssige Säuren. Der Mineralstoff, also das Transportmittel Calcium phosphoricum bindet nun die überschüssigen Säuren, steht dadurch aber nicht mehr in ausreichendem Masse zur Verfügung, um das Calcium in den Knochen zu befördern. Jetzt wird vielleicht deutlich, warum Calcium phosphoricum ein Hauptmittel bei Osteoporose, der Knochenentkalkung, ist. (Der Vollständigkeit halber: Vitamin D ist auch maßgeblich am Einbau des Calciums in den Knochen beteiligt.) Alternative Quellen für Kalzium sind z.B. Brokkoli, Rucola, Grünkohl, Mandeln, getrocknete Feigen, Tofu, Sesamsamen und Chia-Samen.

Auch bei der willkürlichen Muskulatur spielt Calcium phosphoricum eine wichtige Rolle. Es ist das Bindemittel für den organischen Aufbau von Eiweiß. Fehlt dieser Mineralstoff, werden Eiweiße im Körper nicht mehr richtig verarbeitet. Zum Muskelaufbau brauchen wir aber zwingend Eiweiße. Funktioniert deren Bildung nicht einwandfrei, kann es zu Krämpfen, Kribbeln und Taubheitsgefühlen kommen. Auch unser Herz ist ein großer Muskel, somit eignet sich Calcium phosphoricum auch zur Beruhigung des Herzens.

Sie haben häufig Lust auf Pikantes, Geräuchertes, Senf oder Lakritz? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Mineralstoff Calcium phosphoricum fehlen könnte hoch.

Bei welchen äußeren Zeichen kann Calcium Phosphoricum helfen?

  • Nasenbluten
  • Wachstumsschmerzen
  • Wetterfühligkeit
  • Taubheitsgefühl, Krämpfe und Kribbeln
  • Verspannungen
  • Knochenbrüchen, auch nicht heilende Brüche
  • Osteoporose
  • weiße Flecken auf Zähnen und Fingernägeln
  • während der Schwangerschaft
  • Eiweißallergie
  • Spannungskopfschmerz

Welche Persönlichkeit profitiert von Calcium phosphoricum?

Wir haben vorhin schon eine Ahnung davon bekommen, dass es hier „an die Substanz“ geht. Calcium phosphoricum Persönlichkeiten möchten einen guten Eindruck machen und sind empfindlich gegenüber Kritik. Kritik führt dazu, dass sie sich mehr Mühe geben und enorm unter Stress geraten, da sie sich viel Zuspruch von aussen so sehr wünschen. Sie lieben die Veränderung. Sie sind wissbegierig und haben ein großes Bedürfnis nach Freundschaften, haben aber auch ein Bedürfnis nach Stabilität und Sicherheit.  In unserer Entwicklung benötigen wir Menschen, die unsere innere Stärke, unser Potenzial, sehen und stärken. Die uns unseren Weg zutrauen und uns helfen, unsere Facetten zu entdecken. Werden wir immer nur kritisiert und an unserem Tun gehindert, stehen Perfektionismus und eine erhöhte Erwartungshaltung Kreativität und sich Ausprobieren im Weg, bekommt unsere „Substanz“ Risse. Dies endet nicht selten in Minderwertigkeitsgefühlen, mangelndem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, schlimmstenfalls in der Lähmung. Calcium phosphoricum braucht ein sanftes Umgehen mit sich und seinen vielen Facetten, das Erkennen, dass wir uns zunächst selbst anerkennen müssen und zu uns im Ganzen stehen, ehe uns dies durch das Aussen gespiegelt wird.

Ein Tipp zur Anwendung:

Eine Kompresse bei heftigen Nackenverspannungen kann Linderung bringen. Tränken Sie ein Tuch mit warmem Wasser, in das Sie zuvor jeweils 7 Tabletten der Nr. 2 (Calc.Phos), der Nr. 5 (Kal. Phos.), der Nr. 7 (Magn.Phos) und der Nr. 12 (Calc. Sulf.) gegeben haben. Legen Sie das Tuch auf Ihren Nacken, ein Stück Folie darüber, ergänzt um ein Handtuch und geniessen Sie die Wärme für etwa 20 Minuten. Guten Gelingen.

Einen wunderschönen 2. Dezember wünscht Ihnen von Herzen

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ von Margit Müller-Frahling