Nr. 3: Ferrum Phosphoricum (D12)

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich willkommen zum 3. Tag des „Schüßler-Salze Adventskalenders“. Schön, dass Sie hereinschauen. Heute geht es um das Schüßler-Salz Nr. 3:  Ferrum phosphoricum. 

Ferrum phosphoricum, auf Deutsch „Eisenphosphat“, ist das Mineral des gesunden Stoffwechsels und starken Immunsystems. In unserem Körper finden wir Eisen (Ferrum) zu 75 % als Funktionseisen, zu 25 % als Speichereisen. Die 75% sind hauptsächlich an die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gebunden. Diese transportieren den über die Lunge aufgenommenen Sauerstoff zu jeder einzelnen Körperzelle. Nach dem „Abladen“ des Sauerstoffs nehmen sie den durch Stoffwechselprozesse entstandenen Müll, das Kohlendioxid, wieder mit, transportieren es zurück zur Lunge, wo es abgeatmet wird. Danach nimmt das rote Blutkörperchen Sauerstoff wieder huckepack und das Ganze beginnt von vorne. So ein rotes Blutkörperchen hat nach 120 Tagen seinen Dienst erfüllt und wird ersetzt.

Bei einer Infektion binden Mikroorganismen Eisen an sich, um das eigene Wachstum zu sichern und ziehen dieses wesentliche Transportmineral von den Abwehranstrengungen des Körpers ab. Nehmen wir im Akutfall rechtzeitig Ferrum phosphoricum (alle 5 Minuten eine Tablette) gleichen wir diesen Mangel aus. Wir stärken damit als „Erste Hilfe“ die Abwehr und ein Infekt kann durch die Unterstützung der körpereigenen Abwehr im Keim erstickt werden. Auch zur Vorbeugung ist es geeignet.

Ferrum phosphoricum hilft darüber hinaus bei der Verwertung des Eisens, was wir über die Nahrung aufnehmen.  Es ist an der Energiegewinnung der Zelle beteiligt und kommt auch in den Muskelzellen vor.  Die Einnahme von Ferrum phosphoricum kann z.B. einem Muskelkater vorbeugen. Allgemein kann man sagen, dass alles, was den Stoffwechsel anregt, den Bedarf an Ferrum phosphoricum erhöht.


Bei welchen äußeren Zeichen kann Ferrum Phosphoricum helfen?
  • Abwehrschwäche
  • Entzündungen aller Art
  • starke Menstruation
  • Fieber (bis 38,5 Grad)
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • pulsierende, klopfende, pochende Schmerzen

Welche Persönlichkeit profitiert von Ferrum phosphoricum?

Lassen Sie mich etwas ausholen. Stellen wir uns die Frage, wo wir Menschen Eisen einsetzen, erschließt sich uns leicht ein Hauptthema von Ferrum phosphoricum. Eisen finden wir in der Herstellung von Toren, Zäunen und Gitterstäben, aber auch an Helmen, Rüstungen oder einem Schild. All diese Einsatzgebiete haben eines gemeinsam: Sie dienen zum Schutz und zur Verteidigung. Darüber hinaus sind sie fest und unflexibel. Wie lassen sich diese Eigenschaften auf eine Person übertragen? Bei Kindern entdecken wir oft dann ein „stures“ Verhalten, wenn sie gegen ihren Willen zu etwas gezwungen werden und versuchen, sich dieser Bevormundung zu widersetzen.  Sie beginnen sich, meist ohne Erfolg, zu schützen und zu verteidigen. Selbstverständlich gibt es diese Situationen auf im Erwachsenenalter. Bin ich eher passiv, fühle ich mich der Umwelt ausgeliefert und sehe mich schnell als das Opfer, dem wieder dieses oder jenes zustößt. Beginne ich aber aktiv für mich und mein Leben einzustehen, habe ich die Wahl, wie sehr ich mich mit meiner Umwelt auseinandersetze. Ich kann wählen, ob ich eine Situation akzeptiere, sie verändere oder verlasse. Ferrum phosphoricum kann helfen, eine starre, unflexible Haltung zu verändern.


Ein Tipp zur Anwendung:

Zur Stärkung der Abwehrkräfte eignet sich ein ansteigendes Fußbad, in dem sie 20 Tabletten Ferrum phoshoricum aufgelöst haben. Was bedeutet „ansteigendes Fußbad“? Sebastian Kneipp ist Urheber dieser Methode. Sie beginnen Ihr Fußbad mit etwa 36 Grad, und gießen in 5 Minuten-Abständen jeweils heißes Wasser von oben in die Fußwanne. Die Temperatur sollte auf 40 – 45 Grad ansteigen, je nachdem, wie gut Ihnen die Temperatur bekommt. Der Effekt ist folgender: Durch den jeweils erfolgenden Wärmestoß wird Ihre Durchblutung angeregt, die langsame Temperaturerhöhung sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung. In der Kombination stärken Sie Ihr Immunsystem.  Gönnen Sie sich danach eine Ruhepause.


Einen wunderschönen 3. Dezember, (vielleicht mit einem Besuch des Weihnachtsmarkts?) wünscht Ihnen von Herzen

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ von Margit Müller-Frahling