Nr. 5: Kalium Phosphoricum (D6)

Elisabeth Kappelhoff Allgemein

Liebe Leserin, lieber Leser,

Tag 5 des „Schüßler-Salze Adventskalenders“. Ein klirrend kalter Montag und Start in die neue Woche. Schön, dass Sie dabei sind. Heute geht es um das Schüßler-Salz Nr. 5:  Kalium phosphoricum. 

Kalium phosphoricum ist das Mittel für unsere Nerven und unser Gehirn. Situationen, in denen wir stark geistig oder nervlich belastet sind, wie z.B. in einer Prüfungsphase, verbrauchen diesen Mineralstoff sehr. Kalium phosphoricum finden wir in allen Gehirn- und Nervenzellen, aber auch in den Muskeln und im Blut. Bei körperlichen und seelischen Erschöpfungszuständen hilft es uns, Lecithin aufzubauen, das unser Gehirn benötigt. Darüber hinaus können unsere Zellen regenerieren und neue Energie tanken. Lecithin finden wir übrigens besonders in Walnüssen, aber auch das Knabbern des altbewährten „Studentenfutters“ hält mit anderen Nusssorten Kalium phosphoricum für uns bereit.

Sie fühlen sich ausgelaugt, den täglichen Belastungen nicht gewachsen, sind niedergeschlagen oder die Nerven liegen blank? Ihnen ist dauernd zum Weinen? Dann kann Kalium phosphoricum Ihnen eine große Hilfe sein. Aber dieses Mineral kann noch mehr. Es ist ein natürliches Antiseptikum. Kalium phosphoricum ist in der Lage, Fäulnisgifte im Körper zu tilgen und eingedrungene Keime im Körper zu desinfizieren. Das Mineral hat sich daher zur Unterstützung der Abwehrkräfte bei hohem Fieber bewährt. Tritt keine kurzzeitige Besserung ein, ist natürlich der Besuch eines Arztes anzuraten.

Kalium phosphoricum, Natrium chloratum (Nr.8) und Calcium phosphoricum (Nr.2) sind für den Aufbau aller Gewebe des Körpers zuständig und verhüten deren Zerfall. Fehlt Kalium phosphoricum muss es der Körper aus den Geweben (z.B. aus den Muskeln) gewinnen, was zum Zerfall des Gewebes bis hin zu Lähmungserscheinungen führen kann. Der Körper „verdaut“ sich selbst. Diese Zerfallsprodukte, meist Eiweisse, scheidet der Körper, oft unangenehm riechend, über den Atem (Mundgeruch), Harn, Kot oder Schweiß aus.


Bei welchen äußeren Zeichen kann Kalium phosphoricum helfen?
  • schwache oder angegriffene Nerven
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch
  • depressive Verstimmungen, Weinerlichkeit
  • dauernde Müdigkeit, Erschöpfung
  • Hunger, obwohl man genug gegessen hat
  • Angst und Schreckhaftigkeit
  • Lähmungserscheinungen
  • Fieber über 38,5 Grad
  • Burn-out

Welche Persönlichkeit profitiert von Kalium phosphoricum?

Der Mensch, der von Kalium phosphoricum profitiert, hat hohe Erwartungen an sich selbst. Er definiert sich durch Leistung, steckt sich enorm hohe Ziele und tut alles, um diese zu erreichen. Nicht selten ist er von einem Perfektionismus sich selbst und allen anderen getrieben, der bis zur Zwanghaftigkeit gehen kann. Er geht an seine Grenzen, oft auch über sie hinaus. Das Charakteristikum „Selbstzerstörung“ haben wir oben bereits kennengelernt. So wie unser Körper das eigene Gewebe angreift, um zu überleben (mit großen Einschränkungen), so greift auch dieser Typus Mensch seine Energiereserven an. Er überfordert sich in der Hoffnung, endlich mit sich und seiner Leistung zufrieden zu sein, vielleicht auch darüber im Aussen Anerkennung zu bekommen. Nicht selten endet dieses, sehr menschliche Bestreben in einem „Burn-out“.  Diese Person darf ihr Herz für sich selbst und für unser aller „Nicht perfekt-sein“ öffnen. Wir sind auch liebenswert, wenn wir „nur sind“, auch wenn viele von uns dies nicht gelernt haben. „Faul sein“ können wir uns selten gestatten. „Nichts tun“ ist eine Herausforderung. Und doch ist genau dieser Wechsel von „Machen und Sein“ exakt das, was uns gesund erhält. Es ist der Ausgleich, der unseren Körper im Faulsein neue Kräfte sammeln lässt für die Herausforderungen, die uns das Leben jeden Tag stellt. Trauen Sie sich. 🙂


Ein Tipp zur Anwendung:

In diesem Zuge gibt es heute keinen Schüßler-Salz Anwendungstipp, sondern etwas, das das Tempo herausnimmt. Etwas mit Genuss. Heraus aus dem z.B. „immer erreichbar sein“-Trott. Ich möchte Sie ermutigen, heute einen bewussten Spaziergang zu machen. Vielleicht in der Mittagspause in der Stadt, vielleicht aber auch im Wald. Konzentrieren Sie sich auf alle Sinneseindrücke. Das Geräusch, das jeder Schritt auf dem gefallenen und leicht angefrorenen Laub macht, die klare und kalte Luft, deren Weg zu unseren Lungen wir förmlich spüren und nachempfinden können. Was sehen Sie? Was hören Sie? Was fühlen Sie? Haben Sie sich richtig schön warm eingemummelt in Jacke, Schal, Handschuhe und Mütze? Was spüren Sie? Lassen Sie die Gedanken bei jedem Schritt schweifen. Geniessen Sie in der Stadt den Lichterglanz oder im Wald die winterlichen Bäume. Denken Sie an die schönen Dinge, die uns dieses Jahr beschert hat. WAS hat Sie besonders berührt, WER hat Sie besonders berührt? Hat jemand einen Fußabdruck in Ihrem Leben hinterlassen? Sind Sie gesund? Konzentrieren Sie sich auf die herzerwärmenden Gedanken und lassen ein Gefühl von Dankbarkeit in sich aufsteigen. Nichts von dem ist selbstverständlich. Alles wert, es zu wertschätzen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, alle anderen Dinge haben jetzt gerade Pause. Nur der MOMENT ist jetzt wichtig. Spüren Sie Ihren Körper bei jedem Schritt. Beenden Sie Ihren Spaziergang mit der Aussicht auf einen wunderbar heißen Tee oder Kakao oder oder…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderschönen 5. Dezember.

Elisabeth Kappelhoff

inspiriert von „Mineralstoffe nach Dr. Schüßler“ von Margit Müller-Frahling