„Schüßler-Salze – Der etwas andere Adventskalender 2016“

Elisabeth Kappelhoff Adventskalender 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Herzlich willkommen zu „Schüßler-Salze – Der etwas andere Adventskalender“.  Ich freue mich, dass Sie da sind. An den kommenden 24 Tagen finden Sie jeweils 1 Salz näher beleuchtet, seine Herkunft, seinen Einsatz, aber auch den Bezug zur Persönlichkeit.  Beginnen möchte ich heute mit einer allgemeinen Einführung in die Salze und ihres Entdeckers Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler.  Viel Vergnügen damit.


Wie kam Dr. Schüßler zu den Salzen?

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898), der Entdecker der „Schüssler-Salze“, eröffnete 1858 als homöopathischer Arzt in Oldenburg eine Praxis. Er wünschte sich eine einfache und überschaubare Heilweise nach dem Studium der sehr komplexen und anspruchsvollen Homöopathie mit über 1.000 Einzelmitteln und nannte sie später „Eine abgekürzte Therapie“. Schüssler studierte die Lehren Rudolf Virchows und Jacob Moleschotts. Bis dato wurden die Körpersäfte zur Analyse des Gesundheitszustands genutzt. Das Mikroskop erlaubte einen viel tieferen Einblick in den menschlichen Körper: die Zelle. Virchows Kernsatz lautete: „Das Wesen der Krankheit ist die pathogen (Pathogen = krankhaft) veränderte Zelle.“ Moleschotts Erkenntnis war: “Die Krankheit der Zelle entsteht durch den Verlust an anorganischen Salzen.“ Aus diesen beiden Lehren leitete Dr. Schüßler folgendes ab: „Dann muss die Gesundung der Zelle und damit des Körpers durch Deckung des Verlustes entstehen.“


Warum Schüßler-SALZ?

Anorganische Stoffe können im Vergleich zu organischen nicht zerfallen und sind auch noch in der Asche verbrannter Lebewesen nachweisbar. Dieser Umstand war die Grundlage für Dr. Schüßlers Forschungen und Erkenntnisse. Er untersuchte Asche und erkannte, dass Mineralstoffe im Körper immer als Mineralstoffverbindungen mit einem positiven und einem negativ geladenen Teil vorkommen, sogenannten Salzen. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und seine praktischen Erfahrungen als Arzt nutzte er, um den einzelnen Mineralstoffverbindungen ihre jeweilige Funktion im Körper zuzuordnen. Je nach Symptom versorgte er seine Patienten mit dem passenden Mineralstoff und stellte deren erfolgreiche Wirkung fest. Schüssler fand zu Lebzeiten 12 Mineralstoffverbindungen, die alle im Körper vorkommen, die 12 Haupt Schüßler-Salze. Viele Jahre nach seinem Tode wurden durch die Möglichkeit neuerer Analyseverfahren noch weitere 15 Ergänzungsmittel gefunden.


Was sind Mineralstoffe?

„Mineralstoffe“ sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann. Für einen gesunden Körper sind mehr als 15 Mineralstoffe notwendig. Sie machen 4 % des Körpergewichts eines Erwachsenen aus. Führt sich der Mensch diese Stoffe nicht in ausreichendem Maße über die Nahrung zu oder gerät er in eine Mangelsituation durch z.B. übermäßige körperliche oder geistige Aktivität, mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung oder in der Schwangerschaft, so entsteht ein Ungleichgewicht im Körper. Um die Mineralstoffdepots des Körpers in relativ kurzer Zeit wieder aufzufüllen, sind Schüßler-Salze wertvolle Hilfsmittel. Wasserlösliche Substanzen werden in der D6, wasserunlösliche Substanzen in der D12 dargereicht.


Was heißt „D6“ oder „D12“?

„D“ steht für „Dezimal“ = 10er-Potenz. Man verdünnt 1 Teil Substanz mit 9 Teilen Wasser und verschüttelt diese Lösung danach 10 Mal. Die „D1“ ist entstanden. Von dieser Lösung nimmt man wieder einen Teil und verdünnt ihn erneut mit 9 Teilen Wasser. Wieder 10x verschütteln. Eine „D2“ ist entstanden. Und so geht es weiter. Die Schüßler-Salze nutzen als Trägerstoff aber nicht Wasser, sondern Laktose, daher wird hier 1g Mineral mit 9g Laktose verdünnt. Die Verdünnung führt einerseits dazu, dass die Zelle die Substanz besser aufnimmt, andererseits vermeidet sie eine Überdosierung. Der Körper kann die verdünnten Stoffe über die Mundschleimhaut aufnehmen und ein Wirkstoffverlust bei Kontakt mit der Magensäure wird minimiert.


Wie nehme ich die Salze auf?

Die Salze können innerlich in Tablettenform (mit oder ohne Milchzucker), als Sachet, alkoholische Tropfen, in Globuli-Form, aber auch in heißem Wasser aufgelöst aufgenommen werden. Für die äußerliche Anwendung gibt es Salben und Lotionen. Man kann auch selbst Pasten aus zerriebenen Tabletten herstellen.

Wie dosiere ich richtig?
  • Akut nehmen Sie alle 5 Minuten 1 Tablette.
  • Zur Gesundheitsprophylaxe 3 – 5 Stück täglich, bei
  • chronischen Beschwerden 7 – 10 Stück täglich.
Wie viele Salze nehme ich gleichzeitig?

Die Anzahl der verschiedenen Salze reicht in meiner Literatur von 4 – 10 Salzen pro Tag. Legen Sie eine Tablette auf Ihre Zunge und beobachten Sie, wie schnell sich die Tablette auflöst. Meine Beobachtung ist, dass der Körper die Mineralien, die er dringend braucht geradezu aufsaugt. Sie werden sicherlich Ihre ganz eigenen Erfahrungen damit machen.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch eine Liste der 12 Haupt Schüßler-Salzen, die in unserem Körper vorkommen,  zur Verfügung stellen:

Nr. 1: Calcium fluoratum (D12)

Nr. 2: Calcium phosphoricum (D6)

Nr. 3: Ferrum phosphoricum (D12)

Nr. 4: Kalium chloratum (D6)

Nr. 5: Kalium phosphoricum (D6)

Nr. 6: Kalium sulfuricum (D6)

Nr. 7: Magnesium phosphoricum (D6)

Nr. 8: Natrium chloratum (D6)

Nr. 9: Natrium phosphoricum (D6)

Nr. 10: Natrium sulfuricum (D6)

Nr. 11: Silicea (D12)

Nr. 12: Calcium sulfuricum (D6)


Ich wünsche Ihnen von Herzen eine besinnliche und bewusste Adventszeit, mit Lichterglanz, wärmenden Eindrücken und Herzensmomenten.

 

Herzlich

Ihre Elisabeth Kappelhoff